Wie der Token entziffert wird:

Auf seiner begrenzten Fläche von 6,5 cm Durchmesser zeigt der Token einen Punkt auf unserem Planeten mit einer Präzision von wenigen zehn Metern: Den Eingang zum MOM Archiv.

 

Auf der Vorderseite sieht man den Umriss von Europa, ein Fadenkreuz und weitere Kritzeleien. Das Fadenkreuz stellt Nord-Süd bzw Ost-West (oder Längen- bzw Breitengrad) dar mit dem Kreuzungspunkt Hallstatt.

 

Die Kritzeleien zeigen in Vergrößerungen die Küstenlinien Norwegens bzw Frankreichs zusammen mit den selben Längen- bzw Breitengraden von Hallstatt. Damit ist bereits das MOM Archiv mit einer Genauigkeit von einigen Kilometern markiert.

 

 

Die Rückseite zeigt den Umriss des Hallstätter Sees sowie die relative Lage des Eingangs zum MOM Archiv zum See. Zusätzlich ist noch ein Hinweis auf das Salzmineral (das würfelförmig kristallisiert).

 

Den Token kann nur entziffern, wer ein exakt vermessenes Koordinatensystem hat und geologische Prozesse versteht, also einen Wissenstand hat, wie wir seit etwa Mitte der 1980er Jahre. Eine Küstenlinie muss rekonstruiert werden, wenn sich der Meeresspiegel verschiebt oder die Form des Sees ist nach einer Eiszeit verändert, oder überhaupt nicht mehr vorhanden.

 

Sobald der Eingangsstollen - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr gepflegt wird, beginnt er sich zu verschließen. In diesem 2km langen Stollen ist ein "Ariadnefaden" verlegt: Alle 2 Meter Keramik-Täfelchen, auf denen mathematisch dargestellt ist: "Tafel 1 von 1000", "Tafel 2 von 1000", usw.

Alle 50 Meter fehlen ein paar, auch das ist auf den Tafeln angegeben. Ähnlich wie Irrwege oder Sackgassen in den ägyptischen Königsgräbern, soll diese Maßnahme Eindringlinge abhalten, die das MOM Archiv nicht verstehen könnten. An diesem Ort wurde bekanntlich schon in prähistorischer Zeit Salz abgebaut, und so soll verhindert werden, dass das Archiv zufällig durch "unreife" Gesellschaften gefunden werden kann.